Die Allgemeingüter- oder Open Source Innovation Plattform

Verschiedentlich bin ich jetzt mit dem Thema einer zentralen Plattform konfrontiert worden, auf welcher einerseits Bedürfnisse und Ideen von Benutzern und auf der anderen Seite existierende Lösungen gesammelt werden sollen, sei es in Form von Verfahren oder Produkten, welche quelloffen vorliegen.

 

Ich möchte gerne diese Idee weiterspinnen und lade zur Diskussion folgender Fragen ein (welche auf einer Liste von Martin Wehning basieren, die er mir per E-Mail zugeschickt hat):

  1. Zielpublikum dieser Plattform:
    • Kleine Unternehmen, Manufakturen, Handwerker?
    • Benutzer, welche für den Eigenbedarf herstellen wollen?
    • Erste, zweite, dritte "Welt"?
    • In diesem Zusammenhang: Sprache(n)?
  2. Verortung der Plattform:
    • Eingebunden in etwas Bestehendes? Gibt es schon sowas?
    • Eigenständig? Eigene Domain/URL?
    • Name?
  3. Inhalte:
    • Inventarisierung von existierenden Open Source Lösungen? Form?
    • Nur neue, eigene Inhalte? Form?
    • Ideen- und Bedürfnissammlung?
    • Netzwerk- und Kommunikations-Möglichkeiten?
  4. Die Form dieser Plattform:
    • Forum?
    • Wiki?
    • CMS?

Wir könnten das Pferd auch von der anderen Seite her aufzäumen: was sind denkbare User Stories? Zum Beispiel:

  1. Ein Benutzer hat ein spezifisches Bedürfnis und sucht eine Lösung: ich brauche eine Umwälzpumpe für den Gartenteich. Sie soll mit erneuerbarer Energie betrieben, simpel und mit Standardkomponenten aufgebaut und reparierbar sein. Ich gehe auf die Plattform und ...
  2. Ein DIYer hat eine tolle Ölpresse gebaut und dokumentiert, wie er das gemacht hat. Er möchte dies veröffentlichen und geht auf die Plattform ...
  3. Ein kleiner Betrieb will ein Produkt bauen und sucht Experten oder Gemeinschaften mit entsprechendem Wissen und Erfahrung, welche bei der Entwicklung helfen können.

Wenn hier die Anforderungen etwas schärfen können, dann möchte ich einige Leute und Gemeinschaften anschreiben, die das ebenfalls interessieren könnte. Freue mich über Rückmeldungen jeglicher Art!

[Nachtrag]

20.03.2009: Das sehr einfache InventionLab von liquidware.

Also ich betrachte den

Also ich betrachte den Ansatz, den du hier spezialisierst, als Baustein einer dezentraleren, kleinräumigeren Wirtschaftsweise, was ich unter "regionales Wirtschaften" zusammenfasse. "Dort" "verorte" ich das ganze, wohl wissend, daß das Ingenieurwesen, dem dieser Themenbereich wohl am ehesten zuzuordnen ist, ein sehr weites Feld ist, das sich nicht nur unter diesen Aspekt "begrenzen" läßt.

Das geeignetste Werkzeug für die kollaborative Arbeit scheint mir hier ein Wiki zu sein. Im Regionales-Wirtschaften-Wiki funktioniert das schon ganz gut, auch wenn "nur" eine Handvoll Leute es nutzt. Es sammeln sich Informationen an, werden verfeinert, können von jedem gelesen und bearbeitet werden. Ein Blog, wie es diese Seite derzeit darstellt, kann als zusammenfassender, aufmerksamkeitslenkender Kanal zusätzlich nützlich sein. Ich würde auch gern drüber nachdenken, ob das Wiki, mit dem wir angefangen haben, zu öffnen wäre, ein Wiki, hin zu einem Wiki, das von mehreren Plattformen "getragen" wird, vielleich auch unter einer "neutraleren URL" läuft.

Was mir auch auffiel bei deinem Nachdenken über die Integration von Produzenten und Konsumenten (zu Prosumenten?) ist, daß auch Organisationsstrukturen nicht unwichtig sind. Das Genossenschaftsmodell wäre hier zu nennen, Mondragon als Beispiel. Die RegioStar eG ist ein sehr interessantes Beispiel, wie diese Integration passieren kann, auch wenn die Genossenschaft und ihre Arbeitsweise noch sehr jung ist (dort setzt man auf dem Gedanken der Lokalen Agenda auf). Ich erwähne das, weil auch solche (organisatorischen) Fragen auftauchen, auch wenn man sich "nur" auf technologische Ansätze konzentrieren will.

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Norbert, das RW-Wiki macht

Norbert, das RW-Wiki macht einen sehr, sehr gepflegten Eindruck. Ich könnte mir vorstellen, dass oben angedachte Plattform dort reinpassen würde.

Appropedia (schöner, generischer Name übrigens, Domain noch frei :-) macht das so, dass sie verschiedene Portalseiten haben, welche unterschiedliche Themen clustern.

PS:

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Wir sind nicht allein :-)

Wir sind nicht allein :-)

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Lieber Reto Ich finde, wir

Lieber Reto

Ich finde, wir sollten die Plattformfrage wirklich ganz grundsätzlich angehen und mal gemeinsam ein breites Brainstorming anzetteln, was die Ideale Form wäre. Ich glaube, eine flexible Community-Software (wie sie z.B. auch unser Freund Marcel professionell entwickelt) wäre wahrscheinlich die beste Lösung.

Für den Hybriden Konzern
http://www.fairwork.ch/pdf/projektonauten2.pdf
http://fairwork.blogspot.com/
streben wir so etwas an und mich interessiert vor allem die Governance im Hintergrund:

- Wem gehört die Plattform?
- Wem gehören die Daten?
- ist die Technologie im Hintergrund Nicht-Proprietär?
- Wie können demokratische Vorgehensweise und Mitbestimmungsprozesse von in die Grundstruktur der Plattform einprogrammiert werden?

Eine Community-Plattform, die ihren Usern gehört und demokratisch verwaltet wird, wäre der Boden und die einzelnen Benutzergruppen würden verschiedene Interfaces bekommen. wie z.B. das EntwickleInnen-Interface in dem sich EntwicklerInnen und DesignerInnen treffen und ein KonsumentInnen-Interface über das die Suche nach Produkten oder Lösungen für den Homeworker möglich ist.

So würde die "Manufaktur" zum Modul einer grösseren Idee und es wäre wahrscheinlich auch einfacher dafür das nötige Geld aufzutreiben.

Aber vielleicht ist das auch einfach noch eine Nummer zu gross gedacht für dein Projekt und wir fangen alle mal klein an, bis sich Sponsoren und Mäzenen für das grössere Ding finden.

Gruss
Thomas

Thomas Diener, +41 44 500 11 01 Skype: fairwork

www.fairwork.com ¦ fairwork.blogspot.com ¦ www.berufsnavigation.net

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Sali Thomas Freue mich, dass

Sali Thomas

Freue mich, dass Du hier miteinsteigst!

Ich finde, wir sollten die Plattformfrage wirklich ganz grundsätzlich angehen und mal gemeinsam ein breites Brainstorming anzetteln, was die Ideale Form wäre.

Ok, gerne. Mir ist es ein Anliegen, das nicht in einer One-Man-Show durchzuziehen ... vielleicht finden wir einen Nenner, auf welchem möglichst viele, welche das Thema auch schon angedacht haben, weiterarbeiten können. Machen wir mal hier weiter oder hast Du einen besseren Vorschlag?

Ich glaube, eine flexible Community-Software (wie sie z.B. auch unser Freund Marcel professionell entwickelt) wäre wahrscheinlich die beste Lösung.

Du meinst Marcel Meier? Sieme? Nicht gerade, was ich als nicht-proprietär und open source bezeichnen würde ...

... die Governance im Hintergrund ...

ja, tatsächlich eine wichtige Frage! Allerdings würde ich davon absehen, allzuviele Vorgehen und Prozesse hart einzuprogrammieren. Mir scheinen selbstorganisierende Formen recht gut zu funktionieren (siehe die diversen Wikis).

Eine Community-Plattform, die ihren Usern gehört und demokratisch verwaltet wird, wäre der Boden

Unterschreibe ich sofort.

So würde die "Manufaktur" zum Modul einer grösseren Idee und es wäre wahrscheinlich auch einfacher dafür das nötige Geld aufzutreiben.

Ich denke, dass die Plattform und das, was hier im Kern vorgeht, etwas Eigenständiges ist. Wobei es natürlich Schnittstellen gibt. Hersteller/Produzenten sollen ja ebenfalls Zugriff auf die Plattform haben, lesender- und schreibenderweise.

Aber vielleicht ist das auch einfach noch eine Nummer zu gross gedacht für dein Projekt und wir fangen alle mal klein an, bis sich Sponsoren und Mäzenen für das grössere Ding finden.

Wie gesagt, MiG und die Plattform sind jeweils eigene Dinge. MiG werde ich und eine sich sammelnde Gemeinschaft weiterentwicklen. Die Plattform kann und soll breiter aufgestellt sein. Das kann auch grösser aufgezogen sein, wobei ich aus meiner Erfahrung gewisse Vorbehalte gegen Top-Down-Ansätze habe ... zuviele Projekte dieser Art sind gestorben resp. für die Nutzer unbrauchbar.

"Release early", das geflügelte Wort des Web 2.0, ist mein Motto :-). Lieber ein kleines Kernteam ins Boot holen, einen Nenner finden und loslegen. Verfeinern kann man immer noch, auch Plattformwechsel sind möglich.

En Gruess
Reto

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Hallo Reto "Release early",

Hallo Reto

"Release early", das geflügelte Wort des Web 2.0, ist mein Motto :-). Lieber ein kleines Kernteam ins Boot holen, einen Nenner finden und loslegen. Verfeinern kann man immer noch, auch Plattformwechsel sind möglich.

Da bin ich ganz mit dir einverstanden. Ich bin leide kein EDV-Mensch und könnte da mit meinen Ideen "nur" Anreger spielen.

Thomas Diener, +41 44 500 11 01 Skype: fairwork

www.fairwork.com ¦ fairwork.blogspot.com ¦ www.berufsnavigation.net

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Hallo Reto ich habe die

Hallo Reto

ich habe die Diskussion über eine adäquate Software für unsere Plattform 0.1 in meinem Blog angestossen. http://fairwork.blogspot.com/2009/04/bei-der-suche-nach-einer-adaquaten..... Die nächste Arbeit wird es sein, die Spezifikationen zu erarbeiten. Dazu werde ich viel Hilfe von ExpertInnen brauchen...

Thomas Diener, +41 44 500 11 01 Skype: fairwork

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Thomas, bezüglich Governance:

Thomas, bezüglich Governance: kennst Du Chaordic Commons und ihren Design Prozess?

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Hallo Reto klar, ich bezieh

Hallo Reto
klar, ich bezieh mich ja im Papier des Hybriden Konzerns ausdrücklich auf De Hook der "Vater" der Chaordic Commons

Thomas Diener, +41 44 500 11 01 Skype: fairwork

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Note to self: das nächste Mal

Note to self: das nächste Mal genauer lesen ...

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