Gemeingüter als kleinster gemeinsamer Nenner

benni bärmann hat auf keimform.de einen interessanten Ansatz vorgeschlagen: Gemeingüter - oder historische Allmende - resp. neudeutsch Commons als Basis für die vielen Initativen und Bewegungen, welche auf den unterschiedlichsten Weltbildern beruhen.

Soziale Bewegungen und die Commons
Quelle: benni, keimform.de

Es gibt ja viele alternative Modelle zu den heutigen Gepflogenheiten in Gesellschaft und Wirtschaft, welche wir heute kritisch betrachten und als Ursache für unsere wachsenden Probleme anschauen. Keines dieser Modelle hat aber die Unterstützung, welche es braucht, um breiteren Einfluss zu bekommen (was aus meiner Sicht auch besser ist: lieber vielfältig, kleinräumig und dezentral). Und es scheint auch keine gemeinsame Grundlage zu geben, um durch Zusammenarbeit oder Allianzen kritsche Grösse zu erreichen.

Vielleicht gibt es aber doch einen Nenner, auf welche siche vielen dieser neuen Modelle einigen könnten, ohne die eigene Grundhaltung aufgeben zu müssen: die Commons. Also das, von dem hier auch schon als Open Source die Rede war (wobei der Begriff für mich schwer zu definieren ist und auch vom Kontext abhängt - [Update] Gerade gefunden: Gemeingüter, Gemeineigentum, Gemeinressourcen? Begriffliche Entwirrung).

Empfehlenswert ist der Artikel "Commons als strategische Perspektive für soziale Bewegungen" wie auch die anderen Texte zum Thema. Und natürlich darf auch der Hinweis auf den CommonsBlog von Silke Helfrich nicht fehlen.

Die Frage ist: lässt sich der Ansatz auch in die Wirtschaft übertragen? Wohl nur, wenn man diese komplett umkrempelt (Stichwort: bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft, Peer-Produktion). Im Moment kann dies nur funktionieren, indem hybride Konstruktionen geschaffen werden, welche es ermöglichen, dass die nicht-monetäre Logik von freiwilligen Beiträgen zu einem frei verfügbaren Allgemeingut Lebensgrundlage schafft. Auch im heute vorherrschenden Wirtschaftssystem, welches mehrheitlich auf Gewinnmaximierung und Ausbeutung basiert. Wie so eine Form aussehen könnte, versucht der Hybride Konzern zu beantworten.

Und dass die Commons essentielle Basis für einen neues gesellschaftliches Modell sind, davon ist auch PM. überzeugt.

Die Commons als Chance

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