Innovation in der Open Source Praxis

Gundolf S. Freyermuth bringt es in seinem Artikel Offene Geheimnisse - Die Ausbildung der Open-Source-Praxis im 20. Jahrhundert im Open Source Jahrbuch 2007 ab Seite 17 auf den Punkt: "Die Open-Source-Praxis wirkt als treibende Kraft beim Übergang von der industriellen zur digitalen Zivilisation."

Er diagnostiert sechs Innovationen in der Open Source Software Entwicklungs-Praxis, welche aus meiner Sicht auf die Praxis der quelloffenen Produktion von materiellen Gütern übertragen werden können:

  1. Der Wille der Nutzer oder Käufer, (wieder) Souveränität mit dem Umgang von Technologien zu erlangen, welche im industriellen Zeitalter beinahe ausschliesslich von Konzernen besetzt worden sind.
  2. Das Streben der Nutzer nach Kompatibilität und Standards. Ein bis heute wenig adressierter Punkt, aber wichtig, um Open Source Geräte basierend auf hochverfügbaren Standardkomponenten weltweit bauen zu können.
  3. Der Wunsch nach möglichst hierarchiefreier Kooperation, möglich gemacht durch die internet-basierten Kommunikationsmöglichkeiten.
  4. Geistiges Gemeineigentum.
  5. Das Streben nach Selbstorganisation.
  6. Die Verschränkung von Konkurrenz und Kollaboration im Interesse der Beschleunigung und Verbesserung kreativer Arbeits- und Entwicklungsprozesse.

Auf die einzelnen Punkte wird im Detail eingegangen. Das Open Source Jahrbuch ist kostenlos als herunterladbar.

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