Innovation in der Open Source Praxis
Verfasst von Reto Stauss am 2. Februar 2009 - 20:47
Gundolf S. Freyermuth bringt es in seinem Artikel Offene Geheimnisse - Die Ausbildung der Open-Source-Praxis im 20. Jahrhundert im Open Source Jahrbuch 2007 ab Seite 17 auf den Punkt: "Die Open-Source-Praxis wirkt als treibende Kraft beim Übergang von der industriellen zur digitalen Zivilisation."
Er diagnostiert sechs Innovationen in der Open Source Software Entwicklungs-Praxis, welche aus meiner Sicht auf die Praxis der quelloffenen Produktion von materiellen Gütern übertragen werden können:
- Der Wille der Nutzer oder Käufer, (wieder) Souveränität mit dem Umgang von Technologien zu erlangen, welche im industriellen Zeitalter beinahe ausschliesslich von Konzernen besetzt worden sind.
- Das Streben der Nutzer nach Kompatibilität und Standards. Ein bis heute wenig adressierter Punkt, aber wichtig, um Open Source Geräte basierend auf hochverfügbaren Standardkomponenten weltweit bauen zu können.
- Der Wunsch nach möglichst hierarchiefreier Kooperation, möglich gemacht durch die internet-basierten Kommunikationsmöglichkeiten.
- Geistiges Gemeineigentum.
- Das Streben nach Selbstorganisation.
- Die Verschränkung von Konkurrenz und Kollaboration im Interesse der Beschleunigung und Verbesserung kreativer Arbeits- und Entwicklungsprozesse.
Auf die einzelnen Punkte wird im Detail eingegangen. Das Open Source Jahrbuch ist kostenlos als herunterladbar.
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