Open Source als Chance in der Krise - eine Vision

Thomas Diener, einer der Köpfe der Projektonauten, beschreibt in seinem Artikel "Die Zeit der schwarzen Schwäne" (PDF), warum ihn die aktuelle Krise zuversichtlich stimmt:

Permakultur, Komplementärwährungen, Open-Source, Cohousing, Solidarwirtschaftsprojekte, Carsharing, New-Work und viele weitere alternative Ansätze kommen heute als Kandidaten für ungewöhnliche Hochzeiten und Familiengründungen in Frage. Bis es soweit ist, können wir über die neue Form nur spekulieren. Ist sie erst einem etabliert, wundern wir uns, warum wir das Muster nicht schon früher erkannt haben und sind überzeugt von der Folgerichtigkeit , ja sogar Unausweichlichkeit des Neuen.

Und er erfindet eine Geschichte - etwas, das ich begonnen habe, aber noch mehr tun möchte -, welche eine mögliche Zukunft beschreibt (welche natürlich hervorragend hierher passt):

Nach dem Konkurs des zweitgrössten Mobiltelefon-Herstellers wurden hunderte von IngenieurInnen arbeitslos. Einige beschlossen die Zeit ihrer Erwerbslosigkeit sinnvoll zu nutzen. Sie entwickelten das erste wirklich funktionierende Peer-to-Peer Handy. Modular und einfach aufgebaut, formschön und stabil war dieses Gerät mit einer Technologie ausgerüstet, die es ermöglicht, Gespräche statt über einen Mobilnetz-Betreiber, über eine Kette von weiteren Handys bis zum Empfänger zu leiten.
Dadurch wurde es möglich, zuerst in Städten mit einer gewissen Dichte an Mobiltelefonen, später aber auch in Dörfern und schliesslich rund um die Welt kostenlos zu telefonieren. Die Patente der Geräte wurde unter General Public License gestellt. Also für alle frei verfügbar gemacht. Das führte dazu, dass an vielen Orten, in kleinen Werkstätten diese Handys nachgebaut werden konnten. Nur die Chips stammten weiterhin aus einer grossen Fabrik.
Der Erfolg des Projektes wirkte wie eine Initialzündung und plötzlich entstanden überall Initiativen, die sinnvolle, haltbare, formvollendete und umweltfreundliche Produkte entwickelten und freigaben. Später wurde das Ende des „Konzernzeitalters“ mit dem Erscheinungsdatum des ersten Peer-to-Peer Handys gleichgesetzt.

Visionen sind, wie auch schon erwähnt, aus meiner Sicht zentral, wenn man etwas zielgerichtet verändern möchte.

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